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Wetter Finnland
Kuopio - Am Freitag gibt es bewölktes Wetter mit zeitweiligem Schneefall.

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Sää Varoitukset Finnland bietet aktuelle Wetterdaten, lokale Wettervorhersagen und viele nützliche Informationen rund um das Thema Wetter. Mit Hilfe unseres hochauflösenden Wetterradars und top aktuellen Unwetterwarnungen gehören böse Überraschungen der Vergangenheit an.

Höchsttemperaturen

1.Lemland-Nyhamn5,0 °C
2.Hammarland-Märket4,8 °C
3.Kustavi-Isokari4,7 °C
4.Bogskär4,4 °C
5.Kristiinankaupungin Majakka4,3 °C

Tiefsttemperaturen

1.Muonio-24,2 °C
2.Inari Väylä-23,7 °C
3.Enontekiö Näkkälä-21,1 °C
4.Kittilä-20,9 °C
5.Saana (Enontekiö-Kilpisjärvi)-19,9 °C

Niederschlag

1. Helsinki-Kaisaniemi6 l/m²
2.Fagerholm4 l/m²
3.Lohja Porla4 l/m²
4.Jomala Jomalaby3 l/m²
5.Parainen Utö2 l/m²

Schneehöhen

1.Kittilä Kenttärova13 cm

Das Klima in Finnland

Der größte Einflussfaktor auf das Klima in Finnland ist die geographische Lage des Landes zwischen dem 60. und dem 70. Breitengrad. Damit zählt es zu den nördlichsten Ländern der Erde. In Abhängigkeit von der Anströmung ist das Wetter maritim oder kontinental geprägt. Von Westen und Südwesten macht sich der Einfluss der Ostsee bemerkbar. Hinzu kommen Föhneffekte, die im Lee des Skandinavischen Gebirges auftreten und einen wichtigen orographischen Einflussfaktor darstellen. Bei östlicher Strömung bestimmen hingegen kontinentale Luftmassen das Wettergeschehen in Finnland. Kleinräumige Unterschiede im Landesinneren stehen vor allem mit den großen Binnengewässern im Zusammenhang.

Gemäß der Klimaklassifikation nach Köppen und Geiger wird Finnland der kaltgemäßigten Klimazone (Klimaklasse D) zugeordnet. Diese umfasst Regionen, in denen der kälteste Monat eine mittlere Temperatur von höchstens -3 Grad und der wärmste Monat von mehr als 10 Grad aufweist. Die Jahresmitteltemperaturen in Finnland liegen zwischen -1.9 Grad in Enontekiö im äußersten Nordwesten und 6.5 Grad auf der Insel Utö, welche zugleich das südlichste Siedlungsgebiet des Landes darstellt. Die Hauptstadt Helsinki kommt im Mittel auf 5.9 Grad, damit ist es dort übers Jahr betrachtet deutlich kühler als in Berlin oder Zürich mit 10.2 beziehungsweise 9.4 Grad.

Da Finnland über eine flache Topographie verfügt, ist die räumliche Variabilität der Niederschlagsverteilung relativ gering. Im Schnitt fallen im Südwesten 700 bis 750 l/m² Niederschlag pro Jahr. Trockener ist es an den Küsten des Bottnischen Meerbusens und im Norden Lapplands mit durchschnittlich 450 bis 500 l/m².  Zum Vergleich: In Deutschland liegen die durchschnittlichen Jahressummen zwischen 483 l/m² (Grünow, Brandenburg) und 2340 l/m² (Balderschwang/Bayern)!  Des Weiteren gibt es in Finnland keine markanten Trockenzeiten. Etwa 40 Prozent der Niederschläge fallen in den Winter- und Frühlingsmonaten, wobei in Lappland der Winter, sonst der Frühling die trockenste Zeit des Jahres darstellt. Die restlichen 60 Prozent fallen ungefähr gleich verteilt in den Sommer- und Herbstmonaten.

Im  Winter bleibt die Mitteltemperatur unter 0 °C. In Lappland hält dieser bereits Mitte Oktober Einzug und dauert bis Anfang Mai. In Åland dauert er mit im Schnitt 100 Tagen nur etwa halb so lang. Ein Großteil der Provinz Lappland und ungefähr ein Drittel des gesamten Landes liegt nördlich des Polarkreises (66.56°). Hier kommt es im Winter zur sogenannten „Polarnacht“, einer Periode, in der die Sonne nicht über den Horizont steigt. Die Polarnacht dauert umso länger, je weiter man sich vom Polarkreis nach Norden bewegt. In der nördlichsten Ecke Finnlands ist es im Winterhalbjahr 51 Tage dunkel, im äußersten Süden ist es zur Wintersonnenwende (Talvipäivänseisaus) nur 6 Stunden hell. Dementsprechend unterschiedlich gestalten sich auch die Temperaturen.  Im Norden Finnlands, in den Provinzen Oulu und Lappland, ist der Januar der kälteste Monat mit mittleren Temperaturen von -14 bis -12 Grad. Im Südwesten ist es im Februar am kältesten. Solange der Bottnische Meerbusen im Westen und der Finnische Meerbusen im Süden eisfrei sind, macht sich aber an den Küsten der mildernde Effekt des Meerwassers bemerkbar. Auf der Insel Utö liegt die Mitteltemperatur im Februar bei -2.2 Grad. Mitte bis Ende Oktober beginnt sich in Lappland eine geschlossene Schneedecke zu bilden, auf den Ålandinseln ist dies erst ab Anfang Januar der Fall. Die Schneedecke erreicht normalerweise im März ihre größte Dicke und misst im Norden und Osten im Schnitt 60 bis 80 cm, an den Küsten im Südwesten nur 1 bis 10 cm. Hier beginnt die Schneedecke bereits ab Anfang April zu schmelzen. Ende Mai bis Anfang Juni sind auch im Norden die meisten Schneereste verschwunden und ein ungefähr 7 Monate langer Winter ist zu Ende.

In den Sommermonaten liegt die Temperatur im Mittel über 10 Grad. Der Sommer beginnt im Süden Finnlands normalerweise Ende Mai und dauert bis Mitte September. In Lappland startet der Sommer ungefähr einen Monat später und endet einen Monat früher als im Süden. Am wärmsten ist es im Monat Juli. In Helsinki liegen dann die Temperaturen im Mittel bei 17.8 Grad, München kommt vergleichsweise auf 18.3 Grad. Im Norden ist es entsprechend weniger warm bei mittleren Juli-Temperaturen von 11.2 (Enontekiö) bis 14.0 Grad (Inari). Im Binnenland können durchaus Höchsttemperaturen von 32 bis 35 Grad erreicht werden, an der Küste sind Temperaturen über 30 Grad allerdings äußerst selten. Der heißeste Tag war der 29. Juli 2010, als vielerorts 35 Grad überschritten wurden mit einer Rekordtemperatur von 37.2 Grad in Joensuu. Im Binnenland in der Mitte und im Süden Finnlands gibt es im Schnitt 10 bis 15 Sommertage, im Norden und an der Küste wird es an 5 bis 10 Tagen im Jahr wärmer als 25 Grad.

Während der Zeit der Mitternachtssonne steht die Sonne 24 Stunden lang über dem Horizont. Am Polarkreis ist dies am 21. Juni der Fall. In der Gemeinde Utsjoki, im äußersten Norden des Landes scheint die Mitternachtssonne ungefähr vom 20. Mai bis zum 21. Juli.  Im Südwesten Finnlands sind die Tage um die Sommersonnenwende (Kesäpäivänseisaus) 19 Stunden lang.